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Mobilität

Im Bereich Mobilität sind PKW und LKW für den höchsten Anteil der CO2-Emissionen verantwortlich. Die effektivsten Maßnahmen liegen daher in der Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs auf den Umweltverbund. Dies gilt für Wirtschaft und Private gleichermaßen.

Der Fokus soll hier auf Private gelegt werden. Wir gehen davon aus, dass in der Wirtschaft zuvorderst die Kosten und die Terminverlässlichkeit die Entscheidung über die Transportwege bestimmen. Zusätzliche Kosten etwa durch Wechsel des Verkehrsträgers werden die Unternehmen vermutlich nicht akzeptieren. Da Damme weder über eine Gleisanbindung noch über einen Hafen verfügt, spielt das Thema Logistik in Betrieben an dieser Stelle eine untergeordnete Rolle. Die Anpassung des Fahrverhaltens sollte gleichwohl auch in Betrieben Thema sein.

Zielsetzung: Verlagerung von 20 % der PKW-Fahrten auf den Umweltverbund bis 2030

Das Mobilitätskonzept des Landkreises, moobil+, das perspektivisch um den Rad- und Fußverkehr erweitert werden soll, bietet hierfür ein gutes Fundament. Der angestrebte Wert von 20 % der Fahrten scheint vor diesem Hintergrund angemessen, zumal, wie in Kapitel 3.5 beschrieben, die meisten Fahrten ohnehin eine Strecke von weniger als 6 km ausmachen.

Die Bestrebungen der Stadt Damme und des Klimaschutzmanagers sollten also darauf ausgerichtet sein, moobil+ in Damme attraktiv zu machen. Hier bietet sich vor allem die intensivere Einbindung der Unternehmen vor Ort an (Jobticketangebot).

Mit der Einführung von moobil+ sind einige Vorschläge des Runden Tisches obsolet geworden, wie beispielsweise der Stadtbus.

Zielsetzung: spritsparendes Fahrverhalten bei Privaten und Unternehmen

Das Fahrverhalten trägt ebenfalls zum Gesamtspritverbrauch bei, teilweise durch Unkenntnis, teilweise weil rasantes Fahren „cool“ ist. Die Unkenntnis lässt sich z.B. durch Informationskampagnen und gezielte Spritspartrainings beheben. Hier sollte der Klimaschutzmanager Fahrschulen gezielt ansprechen. Spritsparen lohnt auch in finanzieller Hinsicht für die Autofahrer.

Spritsparendes Fahrverhalten ist auch für Firmen ein Ansatzpunkt. Daher sollten sich die o.g. Angebote auch an die heimischen Unternehmen mit Fuhrpark richten.

Sowohl im Rahmen des Runden Tisches als auch bei der Aufstellung des Energetischen Quartierskonzeptes sind Maßnahmenvorschläge zur innerörtlichen Verkehrsgestaltung entstanden. Die Stadt Damme prüft derzeit die Überlegung, ihren bestehenden Verkehrsentwicklungsplan fortzuschreiben. Die bisherige Fassung ist stark auf den MIV fokussiert. Die gutachterliche Empfehlung an die Stadt lautet, einen Verkehrsentwicklungsplan aufzustellen, der alle Verkehrsträger und -mittel berücksichtigt und gezielt im Hinblick auf die Verlagerung des MIV auf den Umweltverbund erstellt wird. Bei der Erstellung sollten dann auch die Maßnahmen zum Verkehr aufgegriffen werden, die der Runde Tisch erarbeitet hat. Diese könnten dann auf ihre Effizienz und Sinnhaftigkeit fachmännisch überprüft werden.

Maßnahmen im Bereich Mobilität

Prioritär

M 1 Verkehrsentwicklungsplan / Mobilitätskonzept inkl. Radverkehrskonzept

M 2 Anleitung zu spritsparendem Verhalten à Kooperation mit Fahrschulen

Weitere Maßnahmen

M 3 Radverkehrskonzept, Ausbau Radwegenetz, Radschnellwege

M 4 Maßnahmen zum besseren Verkehrsfluss und zum Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer (verkehrsberuhigte Bereiche mit Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer / Kreisverkehre, Parkleitsystem für die Innenstadt)

M 5 Mobilitätsstation – Ausbau ZOB

M 6 Öffentliche E-Bikes Gesamtstadt/ öffentliche Ladestellen

M 7 Solartankstelle für Elektroautos auf Firmenparkplätzen

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